Kräuterreiche Gemüsebrühe-Paste

Zum Rezept

Im letzten Jahr war ich auf der Suche nach einer guten Küchenmaschine. Mein Hummus wurde einfach von der Konsistenz her nicht so toll in meinem Kleinen Mixer und von daher musste eine besseres Gerät angeschafft werden. Ich habe lange überlegt, was ich kaufen sollte und habe mich schließlich für den Thermomix entschieden. Meine liebe Kollegin hatte sich gerade einen neuen gekauft und so habe ich ihren alten übernommen. Warum ich euch das erzähle? Nicht um hier Werbung für das Gerät zu machen, sondern um darauf überzuleiten, wie ich darauf gekommen bin, das Rezept für dieses Suppenpaste herzustellen.

Am Anfang kam ich also auf die Idee, ganz viele Dinge mit meiner neuen Küchenmaschine auszuprobieren. Unter anderem wollte ich unbedingt einmal Gemüsebrühe-Paste selbst machen. Es erschien mir viel toller eine eigene Paste zu verwenden als die getrocknete Variante, die ich sonst auch gerne zum Würzen verwende, wenn ich mal nicht so genau weiß, wie ich würzen soll oder mir nicht viele Gedanken machen will.

Es hat noch lange gedauert bis ich mich endlich dazu entschieden habe, die Paste selbst zu machen. Nämlich mehr als ein Jahr… Dabei ist es wirklich ganz einfach! Ich hätte es schon früher machen sollen. Und ganz ehrlich – die selbst gemachte Paste schmeckt so viel besser als die gekaufte Brühe! Auch wenn ich da mittlerweile ein wirklich tolles ayurvedisches Produkt als Brühpulver gefunden habe, was sogar Blüten enthält und wirklich eine tolle geschmackliche Komponente hat.

Ich glaube, man kann eigentlich gar nicht viel verkehrt machen beim Zusammenstellen der Zutaten für so eine Gemüsebrühe. Jedenfalls habe ich einfach alle Zutaten genommen, die ich gerne esse und die gerade bei mir im Kühlschrank hatte oder die noch auf meinem Balkon zu finden waren. Das Resultat war klasse! Beim nächsten Mal entstand dann dieses Rezept – eine leichte Abwandlung der ersten Version, da sich inzwischen auch die Jahreszeit gewandelt hatte und damit das Kräuterangebot auf dem Markt etwas verändert war. Auf dem Balkon war inzwischen schon nicht mehr viel abzuernten…

Ganz wichtig für das Rezept ist, dass du ein gutes Salz verwendest. Im Ayurveda verwendet man ganz klassisch Steinsalz. In Maßen verwendet, regt Steinsalz die Verdauung und den Stoffwechsel an und ist daher gut für den Körper.

Von industriell verarbeiteten Salz möchte ich euch lieber abraten, denn es enthält nicht mehr viel, was der Körper noch verwerten kann. Generell kann man sagen, dass ein Produkt bei der industriellen Verarbeitung viele Vitamine, Mineralstoffe und andere Körperwichtige Stoffe einbüßt. Daher ist es gut, am besten naturnahe Produkte zu verwenden, die nicht raffiniert sind. Beim Industriesalz gehen durch die Weiterverarbeitung Mineralien und Spurenelemente verloren und ihm werden Zusatzstoffe wie Rieselhilfen hinzugesetzt, die nicht unbedingt förderlich für den Körper sind. Daher suche dir ein gutes Salz für deine Paste aus, denn es ist die Basis dieses Rezeptes. Du kannst natürlich auch ein gutes Meersalz nehmen.

Gerade jetzt im Winter koche ich sehr viel Suppe z.B. mit Bohnen, Linsen und Gemüse. Die Gemüsebrühe hat bisher immer dazu gepasst! Da braucht man ansonsten gar nicht mehr viel würzen, wenn man nicht möchte. Ich nehme die Paste gerne als Salzersatz zum Würzen. Passt prima – auch in der Pasta-Soße!

Ich gebe die Paste immer erst am Schluss zu meinem Gericht und rühre dann nur noch einmal durch damit die Kräuter noch frisch sind Pro Portion einer Mahlzeit nehme etwa einen bis anderthalb Teelöffel (anstelle von Salz!). Das hängt natürlich ein wenig davon ab wie groß deine Portion ist.

Und jetzt ran an den Mixer – warte nicht so lange wie ich damit, dir ein paar Gläser voll mit der Paste im Kühlschrank zu lagern. Das Rezept ist von der Menge genug, um auch einem lieben Freund noch ein Glas abzugeben.

Kräuterreiche Gemüsebrühe-Paste

Zutaten

  • 10g frischer Ingwer

  • 1 TL Wacholderbeeren

  • 1 TL rote Pfefferbeeren

  • 2-3 mittelgroße Karotten

  • 1 mittelgroße Petersilienwurzel

  • 1 kleiner Lauch (oder nur der weiße Teil von einem großen Lauch)

  • 1/8 Stück von einem Knollensellerie

  • 1 kleiner Fenchel

  • 1 Bund Dill

  • 1 Bund Schnittlauch

  • 1 Bund Salbei

  • 1/2 Bund Petersilie

  • 1/2 Bund Koriander

  • 150g Steinsalz

Zubereitung

  • Gemüse und Kräuter waschen und gut abtrocknen lassen.
  • Das Gemüse putzen oder schälen, wenn es kein Biogemüse ist. Der Ingwer lässt sich prima mit einem Löffel schälen, bei Bioingwer kannst du die Schale aber auch einfach dran lassen.
  • Ingwer, Kartoten, Launch und Knollensellerie grob schneiden.
  • Ingwer, Kartoten, Launch, Knollensellerie und Gewürze in einen Standmixer, Blender, dem Thermomix – oder was dir sonst zur Verfügung steht – geben und alles zerkleinern Sollte dein Gerät nicht genug Fassungsvermögen für alle Zutaten haben, unterteile es in kleinere Gruppen und mixe es nach und nach und verrühre hinterher alles in einem Topf. Danach gib die Kräuter und das Salz hinzu und zerkleinere alles bis es eine cremige Paste ist.
  • Ich verwende von den Kräutern auch die Stängel, denn sie enthalten auch sehr viel Geschmack. Nur die ganz dicken Stängel entsorge ich.
  • Die fertige Paste füllst du in sterilisierte Gläser ab. Die fertige Paste hält sich in deinem Kühlschrank mehrere Wochen bis Monate.

Tipp

  • Ich gebe die Paste immer erst am Schluss zu meinem Gericht und rühre dann nur noch einmal durch damit die Kräuter noch frisch sind Pro Portion einer Mahlzeit nehme etwa einen bis anderthalb Teelöffel (anstelle von Salz!). Das hängt natürlich ein wenig davon ab wie groß deine Portion ist.
  • Du solltest bei den Kräutern ungefähr auf 120g insgesamt kommen. Bei den Gemüsebestandteilen sollte es ca. 750g sein. Es ist nicht schlimm, wenn du von dem Rezept abweichst, weil du irgendetwas nicht zu Hause hast oder in deinem Einkaufsladen nicht bekommst. Lass deiner Fantasie freien Raum oder lass einfach weg, was du nicht hast.
  • Gläser sterilisieren: Wie man Gläser richtig sterilisiert, kannst du in meinem Rezept für Ghee nachlesen. Häufig reicht es auch schon aus, die Gläser im heißesten Programm bei 70° in der Spülmaschine zu waschen.

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