Blumenkohl-Karotten-Ofengemüse mit Pesto-Dip

Abends muss es mit dem Essenkochen bei mir meistens schnell gehen. Häufig komme ich nach der Arbeit schon mit Hunger nach Hause und habe dann keine Lust und nicht die Ruhe, etwas Aufwendiges zu kochen. Da kommt Ofengemüse wie gerufen! Es geht ganz schnell, ist unkompliziert und schmeckt soooo lecker! Wenn du es ganz eilig hast, kannst du das Gemüse auch schon vorgeschnitten im Kühlschrank aufbewahren. So gut im Voraus plane ich selbst allerdings selten. Gerade mit Kindern zu Hause, einem straffen Zeitplan oder wenn man hungrig vom Yoga kommt, kann das aber sehr hilfreich sein.

Bei Kohlgemüse scheiden sich bei meinem Freund und mir etwas die Geister. Es gibt einige Kohlarten, die ich absolut liebe und dann wieder welche, die ich lieber vermeide, zu essen. Leider hat mein lieber Freund da teilweise gegensätzliche Essensvorlieben als ich. Mit Blumenkohl zum Essen sind wir aber beide glücklich. Was ich vorher nicht wusste ist, dass man bei Blumenkohl sogar die Blätter mitessen kann. Gerade die kleinen Blätter sind sehr lecker – insbesondere, wenn man sie im Ofen gart. Sie werden ganz knusprig und für mich ist es dann tatsächlich sogar das Highlight des Essens und ich nasche sie meist sofort. Probier es mal aus!

Generell finde ich, dass Blumenkohl im Ofen einen viel interessanteren Geschmack bekommt, als wenn man in kocht oder dünstet. Damit Blumenkohl nicht bläht, sollte man ihn mit verdauungsförderden Gewürzen kombinieren. Ich habe in diesem Fall Kreuzkümmel für diese Funktion ausgewählt. Zudem mag ich den Geschmack von Kreuzkümmel sehr gerne und finde, dass er Ofengemüse eine tolle Note gibt. Wenn ihr Cumin, wie diese Kümmelsorte auch genannt wird, noch nicht kennt, solltet ihr ihn definitiv ausprobieren. Er schmeckt ganz anders als der echte Kümmel, den man zum Beispiel von Kümmelbrötchen kennt.

Kreuzkümmel kommt bei mir tatsächlich an die meisten herzhaften Gerichte. Ich liebe den Geschmack sehr und es gibt wenig Dinge, wo meiner Meinung nach Kreuzkümmel keine gute Ergänzung wäre. Ihr könnt euch gar nicht ausmalen wie es war, als in der Corona-Zeit der Kreuzkümmel fast überall ausverkauft war! Mittlerweile ist er zum Glück wieder zu kaufen.

Kreuzkümmel kann im Ayurveda für alle drei Doshas genutzt werden – das bedeutet, das jeder der ayurvedischen Typen ihn gut verträgt. Cumin hilft ganz allgemein die Verdauung zu verbessern, kann als Tee getrunken gegen Verstopfung wirken und verringert das Risiko an bestimmten Arten von Krebs zu erkranken. Ebenfalls hilft es gegen Hämorrhoiden, ist harntreibend, appetitanregend und reduziert Bluthochdruck. Zur besseren Verträglichkeit von Kohlsorten oder Hülsenfrüchten ist Cumin ein guter Begleiter im Essen.

Von dem Pesto kannst du auch einfach etwas mehr machen. Es hält sich im Kühlschrank bis zu drei Tage und kann zu vielen Gerichten dazu gereicht werden.

Viel Freude beim Kochen und lass es dir schmecken!

Blumenkohl-Karotten-Ofengemüse mit Pesto-Dip

Recipe by Luise
Portionen

2

Zeit

35

Minuten

Zutaten

  • Für das Ofengemüse
  • 1 kleiner Blumenkohl

  • 3 Karotten

  • 3-4 EL Distelöl

  • Für den Pesto-Dip
  • 50g blanchierte Mandeln

  • 1/2 Bund Petersilie (ca. 15g Petersilienblätter)

  • 1 Bund Dill (ca. 10g Dillspitzen)

  • 2-4 EL Kokosjoghurt

  • 1 Spritzer Zitronensaft

  • 1-2 TK Olivenöl

  • Salz

  • Pfeffer

  • Gewürze für das Ofengemüse
  • 2 TL Kreuzkümmel

  • 1 TL Koriander

  • 4 Kapseln Kardamom oder 2 Msp gemahlenen Kardamom

  • 1 TL Paprikapulver edelsüß

  • 1 Msp. Chiliflocken

  • Salz

  • Pfeffer

Zubereitung

  • Den Ofen auf 175 Grad Umluft vorheizen.
  • Den Blumenkohl waschen und in kleine Röschen zerteilen. Den Stiel schälen und in ca. 1-2cm breite Scheiben schneiden.
  • Die Karotten schälen und in ca. 2cm breite Scheiben schneiden.
  • Die Gewürze mörsern (oder fertig gemahlene Gewürze nehmen). Die gamahlenen Gewürze mit dem Distelöl vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gewürze und Gemüse gut vermengen, so dass das Gemüse mit der Kräuter-Öl-Mischung komplett benetzt ist. Ich nehme dafür eine Plastikschüssel mit Deckel, worin ich alles vorsichtig drin schüttele.
  • Das Gemüse auf ein mit einem Backpapier belegten Backblech verteilen, so dass möglichst nichts übereinander liegt. Das Ofengemüse für 20-25 Minuten auf mittlerer Stufe backen bis es goldbraun ist.
  • Unterdessen die Mandeln in einer Küchenmaschine klein hacken. Die Peterslienblätter und die Dillspitzen zu den gehackten Mandeln geben und ebenfalls zerkleinern. Kokosjoghurt und Ölivenöl hinzugeben und verrühren. Je nachdem, ob du den Dip lieber wie ein Pesto magst oder von der Konsistenz her wie eine Soße, kannst du mehr oder weniger Joghurt hinzufügen. Schließlich den Dip mit einem Spritzer Zitrone sowie Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipp

  • Die kleinen Blätter vom Blumenkohl sind sehr lecker. Einfach mit zu dem Gemüse geben. Sie werden sehr knusprig, wenn sie gebacken sind.
  • Blanchierte Mandeln habe ich bisher noch nicht in Bioqualität gefunden. Um die Mandeln selbst zu häuten, legt man sie 5min in heißem Wasser ein oder über Nacht in kaltem Wasser. Anschließend kann man die Schale ganz leicht mit einem Messer lösen.
  • Wenn man die Mandeln über nacht einweicht, werden sie noch leichter verdaulich. Wenn man das Pesto abends essen will, wenn die Verdauungskraft des Körpers geriner ist, macht es Sinn die Mandeln vorher ein paar Stunden in Wasser einzulegen.

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